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	<title>Milchkuh Fütterung</title>
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	<description>Unabhängige Fütterungsberatung</description>
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	<title>Milchkuh Fütterung</title>
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	<item>
		<title>Futterselektion</title>
		<link>https://www.milchkuh-fuetterung.de/futterselektion/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christine Gumpert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Apr 2023 17:45:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal sagen Bilder mehr als Worte. Und manchmal muss man Dinge tun, die man eigentlich nicht möchte. Wir haben ein paar Grünlandflächen im Betrieb, auf denen Heu geworben wird, weil zu klein und zu weit weg und, und, und…. Wir [&#8230;]]]></description>
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<p>Manchmal sagen Bilder mehr als Worte. Und manchmal muss man Dinge tun, die man eigentlich nicht möchte.</p>



<p>Wir haben ein paar Grünlandflächen im Betrieb, auf denen Heu geworben wird, weil zu klein und zu weit weg und, und, und….</p>



<p>Wir füttern Heu nur noch als Lockfutter im Selektionsbereich und wir haben für kranke und schlecht fressende Kühe ein paar Heuraufen. Dort verbrauchen wir weniger Heu als nachkommt und darum ist der Heuvorrat gewachsen, manches ist schon etwas älter und nicht alles so gut, dass sich ein Verkauf anbietet.Es kam also die Forderung auf, endlich mal das Heu zu verfüttern. Die Kälber und die frischgekalbten Kühe hätten es schließlich immer gefressen. Und dann kann man sich noch so sehr auf Studien berufen und auf die nicht passende Futterlänge – am Ende braucht es eine Lösung.</p>



<p>Ich habe also das Stroh in der Altmelkerration durch Heu ersetzt. Eigentlich eine Verbesserung, könnte man meinen. Allerdings sieht unser Stroh so aus.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_124223-scaled-e1681835574993-1024x693.jpg" alt="Strohmühle" class="wp-image-156" width="512" height="347" srcset="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_124223-scaled-e1681835574993-1024x693.jpg 1024w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_124223-scaled-e1681835574993-300x203.jpg 300w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_124223-scaled-e1681835574993-768x520.jpg 768w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_124223-scaled-e1681835574993-1536x1039.jpg 1536w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_124223-scaled-e1681835574993.jpg 1596w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /></figure></div>


<p>Heu kann man leider nicht durch die Strohmühle lassen, es stopft zu sehr.</p>



<p>Und weil die Altmelkerration auch an die Kälber gefüttert wird, hatten jetzt auch die Kälber wieder Heu in der Ration.</p>



<p>Herausgekommen ist, was zu erwarten war. Kühe und auch Kälber selektieren. Und sie selektieren auch gegen Heu. Jedenfalls gegen unser Heu, sehr gründlich sogar. Obwohl sie es pur in der Raufe gerne fressen. &nbsp;</p>



<p class="has-text-align-center">So sieht die Ration aus, wenn sie gefüttert wird.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_100250-scaled-e1681836716577-1024x662.jpg" alt="Kälberration" class="wp-image-152" width="768" height="497" srcset="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_100250-scaled-e1681836716577-1024x662.jpg 1024w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_100250-scaled-e1681836716577-300x194.jpg 300w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_100250-scaled-e1681836716577-768x496.jpg 768w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_100250-scaled-e1681836716577-1536x993.jpg 1536w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_100250-scaled-e1681836716577.jpg 1671w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></div>


<p></p>



<p class="has-text-align-center">Und so der Rest vor der nächsten Fütterung.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_093232-scaled-e1681839394396-1024x573.jpg" alt="Futterrest" class="wp-image-174" width="768" height="430" srcset="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_093232-scaled-e1681839394396-1024x573.jpg 1024w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_093232-scaled-e1681839394396-300x168.jpg 300w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_093232-scaled-e1681839394396-768x430.jpg 768w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_093232-scaled-e1681839394396-1536x860.jpg 1536w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_093232-scaled-e1681839394396.jpg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></div>


<p>Bei den Altmelkern und den Jungrindern ist das nicht so schlimm, in allen anderen Gruppen würde es nicht funktionieren.Wenn ich also Rationen mit einem höheren Energiegehalt als das vorhandene Heu füttere, müsste das Heu so kurz sein wie das üblicherweise eingesetzte Stroh. Den nur mit Zugabe von Wasser oder Melasse verhindert man das Selektieren nicht, wenn die Struktur so unterschiedlich ist.</p>



<p class="has-text-align-center">Zum Vergleich – so sieht es normalerweise aus.</p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" loading="lazy" src="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_102218-scaled-e1681838623635-1024x522.jpg" alt="Ration mit Häckselstroh" class="wp-image-155" width="768" height="392" srcset="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_102218-scaled-e1681838623635-1024x522.jpg 1024w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_102218-scaled-e1681838623635-300x153.jpg 300w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_102218-scaled-e1681838623635-768x392.jpg 768w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_102218-scaled-e1681838623635-1536x783.jpg 1536w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/20230321_102218-scaled-e1681838623635-2048x1044.jpg 2048w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure></div>


<p>Und ganz grundsätzlich &#8211; dies ist keine allgemeine Ablehnung von Heu im Kuhfutter. Schließlich ist Heu die ursprünglichste Form der Winterfütterung. Es geht nur darum, das Futterkomponenten zusammenpassen und auf die jeweilige Betriebssituation ausgerichtet sind. Und es geht immer darum, selektieren zu vermeiden, damit alle Kühe am Ende des Tages das gleiche Futter gefressen haben.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Subklinisches Milchfieber, Teil 2</title>
		<link>https://www.milchkuh-fuetterung.de/subklinisches-milchfieber-teil-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christine Gumpert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Feb 2023 08:54:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[calcium]]></category>
		<category><![CDATA[Closeup]]></category>
		<category><![CDATA[Fütterung]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Mit Sensordaten und mobilem Calciummessgerät eröffnet sich die Möglichkeit, direkt im Stall und an der Kuh abschätzen zu können, ob subklinisches Milchfieber eine Rolle spielt oder nicht. Wie im letzten Artikel angedeutet, habe ich mir im September und Oktober 2022 bei vielen Kühen die Temperaturverläufe rund um die Kalbung angesehen und regelmäßig die Werte des ionisierten Calciums im Blut gemessen. Es ist nicht so, dass man sich vollkommen auf das Absinken der Temperaturkurve verlassen kann, aber hinreichend genau um als Indikator zu taugen.</p>



<p>Im ersten Moment hat es mich erschreckt, dass trotz der Fütterung von sauren Salzen subklinisches Milchfieber immer noch eine nicht unbedeutende Rolle spielt und weil mir dies keine Ruhe gelassen hat, habe ich mich ein wenig mit neueren Artikeln zum Thema beschäftigt, um zu überprüfen, was wir falsch machen und wie es besser werden kann.</p>



<p>Etwas beruhigt hat mich, dass die Fütterung einer Diät mit negativem DCAB die Inzidenz des Festliegens fast auf null reduziert, aber die Inzidenz des Subklinischen Milchfiebers zwar deutlich reduziert wird (so in etwa um 30 %), aber eben nicht auf null geht (Martinez et al 2018, Horst et.al 2021).</p>



<p>In unserer Herde sinkt bei etwa einem Drittel der Herde die Temperatur rund um den Kalbezeitpunkt deutlich ab, um dann in Regel nach wenigen Stunden wieder den Ausgangswert zu erreichen. Und an dieser Stelle finde ich jetzt die Aussagen von Neves et al, 2018 spannend. Es ist einfach total wichtig, zu welchem Zeitpunkt nach der Geburt man den Calciumwert bestimmt. Neben der Normocalcämie (NC) wird unterschieden in eine transiente Hypocalcämie (tSCH), eine persistierende Hypocalcämie (pSCH) und eine verzögerte (delayed) Hypocalcämie (dSCH). Und die tSCH, die bei uns anscheinend eine große Rolle spielt, sehen die Autoren als physiologischen Ausdruck des plötzlichen Ca-Defizites, die schnelle Rückkehr in den Bereich der NC als Zeichen einer guten Anpassung. In den zu Grunde liegenden Studien sind die Kühe mit einer tSCH Hochleistungstiere, die in den ersten Wochen signifikant mehr Milch gegeben haben als alle anderen, also auch mehr Milch als die NC Tiere. Bei diesen Tieren muss man also eher aufpassen, dass sie am fressen bleiben, um nicht irgendwann in eine Ketose zu rutschen. Schwierig in Hinblick auf Folgekrankheiten sind die Tiere, die sich nicht wieder erholen oder erst verzögert in eine Hypocalcämie rutschen, hier gehen die Krankheitsinzidenzen hoch und die Milchleistung leidet und das besonders bei Mehrkalbskühen.</p>



<p>Nur wie weiß ich in den Stunden nach der Geburt, ob die frischgekalbte Kuh nur kurz runterrauscht oder eben unten bleibt? &nbsp;Ich habe mir für die Tiere unserer Herde, die im Oktober gekalbt haben, die Folgekrankheiten angeschaut, also NGV, Metritis, Labmagenverlagerungen, Mastitis. Das Ganze nicht wissenschaftlich korrekt statistisch ausgewertet, sondern wirklich nur drüber geschaut. Und kurz zusammengefasst gibt es beim zweiten Kalb kaum Probleme, danach wird es häufiger. Also nichts Überraschendes. Und überraschend ist auch nicht, dass Kühe, die krank werden, oft schon vor der Geburt schlecht gefressen haben ( um dies mitzubekommen sind Sensoren wieder sehr hilfreich) oder durch schwere Kalbungen bzw. Zwillingsgeburten leiden – wir haben einen hohen Anteil an Besamungen mit Mastrassen und dies auf Grund der Zuchtwerte eher bei älteren Kühen, die aber mit jedem Jahr ohnehin anfälliger werden. Und bei Zwillingen bleibt oft die Nachgeburt hängen, ohne sichtbaren Zusammenhang mit der Calciumversorgung.</p>



<p>Spannend fand ich die älteste kalbende Kuh im Oktober. Beim Start in die siebente Laktation kein Temperaturausschlag, gemessene Werte alle im Normalbereich, keine vorbeugenden Calciumgaben, immer gut gefressen, nicht krank gewesen.</p>



<p>Was mache ich jetzt also mit dem subklinischen Milchfieber? Ich denke, die sauren Salze bleiben erst einmal so, wie sie sind. Aber trotzdem muss die Futteraufnahme im Close-up Bereich noch ein bisschen hoch. Und nach der Kalbung kann man alle Kühe in Ruhe lassen, deren Temperaturkurve wieder oben ist, die warm sind und gut fressen. Ich finde, da stört prophylaktisches Calcium nur. Die Aufmerksamkeit brauchen die Kühe, die schlecht fressen. Und die werden mehr brauchen als Calcium.  Es gibt da diesen Artikel von Horst et al, 2021, der unten schon aufgeführt ist und den ich total spannend finde und auf den ich bestimmt noch einmal zurückkomme.</p>



<p>Jetzt lese ich aber erst einmal nach, wie ich die Closeup Ration schmackhafter hinbekomme……</p>



<p>Literatur:&nbsp;</p>



<p>Horst, E.A., S.K.Kvidera, L.H.Baumgard, 2021. Invited review: The influence of immune activation on transition cow health and performance – A critical evaluation of traditional dogmas. J.Dairy Sci. 104: 8380-8410</p>



<p>Martinez, N., R.M.Rodney, E.Block, L.L.Hernandez, C.D.Nelson, I.J.Lean, J.E.P.Santos, 2018, Effects of prepartum dietary cation-anion difference and source of vitamin D in dairy cows: Health and reproductive responses. J.Dairy sci. 101: 2563-2578</p>



<p>Neves, R.C., B.M.Leno, K.D.Bach and J.A.A. McArt. 2018. Epidemiology of subclinical hypocalcemia in early-lactation Holstein dairy cows: The temporal associations of plasma calcium concentration in the first 4 days in milk with disease and milk production. J. Dairy Sci. 101:9321-9331</p>



<p>McArt, J.A.A., R.C.Neves. 2020. Association of transient, persistent, or delayed subclinical hypocalcemia with early lactation disease, removal, and milk yield in Holstein cows. J. Dairy Sci.103:690-701</p>



<p></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Subklinisches Milchfieber, Teil 1</title>
		<link>https://www.milchkuh-fuetterung.de/subklinisches-milchfieber-teil-1/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christine Gumpert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Dec 2022 14:04:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Milchfieber]]></category>
		<category><![CDATA[Sensoren]]></category>
		<category><![CDATA[Temperatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir alle wissen, wie wichtig es ist, beim Übergang von der Trockenstehzeit zur neuen Laktation Calciummangelzustände zu vermeiden. Vor einigen Jahren hatten wir im Betrieb Probleme mit festliegenden Kühen, haben viel ausprobiert und sind dann bei einer zweiphasigen Trockensteherfütterung mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wir alle wissen, wie wichtig es ist, beim Übergang von der Trockenstehzeit zur neuen Laktation Calciummangelzustände zu vermeiden.</p>



<p>Vor einigen Jahren hatten wir im Betrieb Probleme mit festliegenden Kühen, haben viel ausprobiert und sind dann bei einer zweiphasigen Trockensteherfütterung mit dem Einsatz Saurer Salze in der Close-Up Periode geblieben. Dies funktioniert recht gut, aber ein wenig Nachbesserungsbedarf bleibt.Manchmal gibt es Kühe, die nach dem Kalben sehr nervös sind, es bleiben Nachgeburten hängen oder die Ohren sind nicht so warm, wie man es gerne hätte. Und hin und wieder liegt doch wieder eine Kuh fest. Wenn es zu viele sind, ist es an der Zeit, den DCAB der Ration zu kontrollieren, aber meistens sind es Einzeltiere. Also greift man zu Calciumboli oder subkutanen Calciumgaben, besonders, wenn die Kühe etwas älter sind, obwohl die Boli teuer sind und die Vorbereitungsfütterung im Prinzip ja funktioniert.</p>



<p>Da wir seit einigen Jahren mit Sensoren ( Cowmanager) arbeiten, bin ich dazu übergegangen, bei frischgekalbten Kühen den Temperaturverlauf zu prüfen und fand die Ergebnisse spannend. Es gibt, nahezu unabhängig vom Alter, Kühe, die überhaupt nicht reagieren. Manche Kühe sinken kurz ab, fangen sich aber wieder. Dieses Absinken passiert meist im Bereich von einem Tag vor der Geburt bis zu vier Tagen pp. Bei festliegenden Kühen ist die Kurve meistens unten, aber es gibt Ausnahmen.</p>



<p>Ich zeige euch einmal, wie das aussieht:</p>



<p>Die schwarze Kurve gehört zum Tier, die rote Kurve sind alle anderen mit Sensoren ausgestatteten Tiere der gleichen Gruppe.</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><a href="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild01.png" target="_blank" rel="noopener"><img decoding="async" loading="lazy" width="1103" height="864" src="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild01.png" alt="Temperaturkurve 1 - Tiernummer 25" class="wp-image-20" srcset="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild01.png 1103w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild01-300x235.png 300w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild01-1024x802.png 1024w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild01-768x602.png 768w" sizes="(max-width: 1103px) 100vw, 1103px" /></a></figure>



<p>Diese Kuh, die Nummer 25 zu Beginn ihrer 3. Laktation, war kein Festlieger, hatte aber kalte Ohren.</p>



<p>Eine zwei Jahre ältere Kuh ist dagegen ganz ohne Ausschlag der Temperaturkurve durch die Abkalbung gekommen:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="762" src="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild02-1024x762.png" alt="Temperaturkurve 2 - Tiernummer 9396" class="wp-image-21" srcset="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild02-1024x762.png 1024w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild02-300x223.png 300w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild02-768x571.png 768w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild02.png 1187w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Und da wir seit dem Sommer auch ein Calciummessgerät besitzen (Horiba LAQUAtwin Ca-11C), habe ich die Temperaturkurven mit den Messergebnissen verglichen. Bei der 25 lag der Messwert bei 0,8 mmol/l, ich habe das Blut einige Stunden nach der Abkalbung genommen, morgens bei der Frischmelkerkontrolle, da war die Kurve schon fast wieder oben. Die 9396 lag am ersten Tag nach der Kalbung bei 1,1mmol/L, das ist in Ordnung.</p>



<p>Es gibt einen Artikel im Journal of Dairy Science über die Validierung dieses mobilen Gerätes (Neves et.al, im Februarheft von 2018), dort habe ich auch die Grenzwerte gefunden. Für Milchkühe sind Werte zwischen 0,95 und 1,31 mmol/l im Blut wohl normal (Lincoln and Lane, 1990), dabei handelt es sich übrigens um die ionisierte Calciumform.</p>



<p>Ich habe im September über einige Tage alle Kühe ab dem 4. Kalb geprobt, die Älteste ist in die 7. Laktation gestartet, alle Kühe lagen über 1mmol/L Und dann war da eine Zweitkalbskuh, kein Festlieger, aber sie hat schlecht gefressen und die Temperaturkurve ist abgesunken:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" loading="lazy" width="1024" height="854" src="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild03-1024x854.png" alt="Temperaturkurve 3 - Tiernummer 2174" class="wp-image-22" srcset="https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild03-1024x854.png 1024w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild03-300x250.png 300w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild03-768x640.png 768w, https://www.milchkuh-fuetterung.de/wp-content/uploads/blog01-bild03.png 1053w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Gemessen habe ich hier 0,8 mmol/l.</p>



<p>Mittlerweile habe ich ungefähr 50 Datensätze zusammen. Nicht immer stimmen die Temperaturkurven so schön mit den Messergebnissen überein, aber für den Stallgebrauch erscheinen mir die Temperaturverläufe ausreichend als schnelles Diagnosetool.&nbsp; Und es zeigt sehr schön den Verlauf über die Zeit. Wenn man ohnehin mit Sensoren arbeitet, ist es kaum zusätzlicher Aufwand, auch am Tag 3 oder 4 nach dem Kalben noch einmal nach der Temperatur zu schauen.</p>



<p>Im Vergleich zu den Kurven sind die Messergebnisse aus dem Blut eher punktuell, aber gut für konkrete Behandlungsentscheidungen, vor allen Dingen, wenn man den Verdacht hat, dass kein Calciummangel vorliegt. Die vom Ohrsensor gemessene Temperatur sinkt ja auch bei starken Blutverlusten und vor allem bei schweren Coli-Mastitiden.</p>



<p>Im Alltag im Stall bei der Frischabkalberkontrolle gehe ich mittlerweile so vor, dass ich mir kurz das Tier anschaue, bei Fieber messen gleichzeitig die Hauttemperatur prüfe, einen Blick auf die Sensordaten werfe und danach über zusätzliche Calciumgaben entscheide. Die Messung im Blut ist dann eher zusätzlich, gibt Sicherheit, ist aber auch aufwändiger, weil das Gerät regelmäßig kalibriert werden muss. Mich würde sehr interessieren, ob jemand ähnlich vorgeht und welche Erfahrungen ihr gesammelt habt, sowohl mit Sensoren als auch mit dem Horibagerät.</p>
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